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  • August 23, 2025
  • Gambling News

Die britische Glücksspielkommission verhängt eine Geldstrafe von 1 Million Pfund gegen den B2B-iGaming-Betreiber ProgressPlay

ProgressPlay wurde am Donnerstag von der britischen Glücksspielkommission wegen Verstoßes gegen Vorschriften mit einer Geldstrafe von 1 Million Pfund (1,35 Millionen US-Dollar) belegt.

ProgressPlay mit Hauptsitz in Limassol, Zypern, ist von der britischen Glücksspielkommission für den Betrieb von Online-Casinos, Online-Bingospielen und Fernsportwetten lizenziert. Obwohl der White-Label-Betreiber auch eigene Online-Glücksspielplattformen betreibt, ist ProgressPlay in erster Linie ein Business-to-Business-Anbieter von iGaming-Software.

Laut UKGC ergab eine Compliance-Überprüfung durch die Glücksspielkommission schwerwiegende Probleme, darunter Mängel bei der sozialen Verantwortung und der Bekämpfung der Geldwäsche. Dies ist das zweite Mal, dass bei einer solchen Prüfung festgestellt wurde, dass ProgressPlay nicht konform ist.

„Dieser Fall ist das zweite Mal, dass ProgressPlay Limited einer Durchsetzungsmaßnahme der Glücksspielkommission ausgesetzt ist. Das Versäumnis, den AML-Verpflichtungen nachzukommen, sowie die in seinen Prozessen zur sozialen Verantwortung festgestellten Lücken sind inakzeptabel“, sagte John Pierce, Direktor für Durchsetzung und Nachrichtendienst der UKGC.

ProgressPlay betreibt nicht nur 18 Online-Gaming-Domänen, sondern ist auch ein Drittbetreiber für über 100 weitere in Großbritannien ansässige Unternehmen.

Aced Bet, Push Bet, Bet Steve, Lotto Zone und UK Slots sind einige der Online-Unternehmen von ProgressPlay. Funky Jackpot, Lucky Buck Bets, Hot Wins und LuckyCity sind einige der White-Label-Plattformen des Unternehmens. 


AML-Fehler

Die Einschätzung des UKGC war umfassend und konzentrierte sich auf die anhaltende Unfähigkeit von ProgressPlay, mit Geldwäsche umzugehen. Die Untersuchung ergab, dass das Unternehmen keine geeigneten Risikobewertungen für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (MLTF) durchgeführt und keine Maßnahmen zur Reduzierung des MLTF-Risikos ergriffen hat.

Laut UKGC hat das iGaming-Unternehmen bei der Geldwäschebekämpfung keinen „ausreichend risikobasierten Ansatz“ verfolgt und es häufig versäumt, das Risikoprofil, die Geschäftstätigkeit und die Geldquelle der Kunden zu bestätigen – allesamt sind dies in den britischen Online-Glücksspielvorschriften vorgeschrieben.

In Bezug auf die soziale Verantwortung heißt es in der UKGC-Bewertung, dass ProgressPlay erhebliche Fortschritte bei der Verfolgung des Kundenverhaltens machen muss, insbesondere bei der frühzeitigen Erkennung möglicher Glücksspielschäden. Die Ermittler stellten fest, dass den Kundendienstmitarbeitern von ProgressPlay die nötige Schulung fehlte, um potenzielle problematische Spieler anzusprechen und zu unterstützen, und dass das Unternehmen über unzureichende Interventionsprotokolle verfügte.

 

Okay, Bewertung 

Zusätzlich zu den Strafen in siebenstelliger Höhe ordnete die britische Glücksspielkommission eine unabhängige Prüfung durch Dritte an, sobald ProgressPlay die notwendigen Anpassungen vorgenommen hatte, um seine Verstöße gegen die Vorschriften zu beheben. ProgressPlay, das vom UKGC ausgewählt wurde, ist verpflichtet, die Kosten des Audits zu decken.

„Betreiber sollten sich nicht darüber im Klaren sein: Wiederholte Verstöße gegen die Vorschriften werden zu immer strengeren Durchsetzungsmaßnahmen führen. Wir fordern alle Betreiber auf, die in diesem Fall festgestellten Mängel zu untersuchen und proaktive Schritte zu unternehmen, um ihre eigenen Systeme und Kontrollen zu stärken“, fügte Pierce hinzu.

Nach einem Vergleich in Höhe von 175.718 £ wegen vergleichbarer Verstöße gegen die Vorschriften im Mai 2022 wurde ProgressPlay mit einer Geldstrafe von 1 Million £ belegt.

Im Jahr 2023 wurde William Hill wegen Verstößen gegen Geldwäsche und soziale Verantwortung mit einer Geldstrafe von 19,2 Millionen Pfund belegt, der höchsten Geldstrafe, die jemals von der UKGC verhängt wurde. Nach Angaben der UKGC durften Kunden jahrelang hohe Zahlungen leisten und umfangreiche Glücksspiele betreiben, ohne dass der Online-Casino- und Sportwettenbetreiber eingreifen musste. Initiativen für sozialbewusstes Spielen im gesamten Vereinigten Königreich erhielten den Großteil der 19,2 Millionen Pfund.